MOOC@TU9 – die Einbindung von Massive Open Online Courses in die universitäre Lehre der TU Berlin

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Peer-Olaf Kalis (Technische Universität Berlin / Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation) und Christoph Hohnerlein (Technische Universität Berlin / Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik)

MOOC@TU9 ist ein Verbundprojekt aller TU9-Universitäten, die sich entschlossen haben gemeinsam Massive Open Online Courses (MOOCs) zu produzieren und bereitzustellen. Ziel des Projekts ist es hochwertige Kurse zu entwickeln, die sowohl den Studierenden an den Universitäten, als auch einer breiten interessierten Öffentlichkeit im In-­ und Ausland zur Verfügung zu stehen. Im Rahmen der ersten Projektphase 2014 konnten mit einem Kurs bereits wertvolle Erfahrungen mit der kooperativen MOOC-Produktion gesammelt werden. Die TU9 bieten ab dem Wintersemester 2016/17 insgesamt fünf MOOCs an. Die TU Berlin ist insgesamt an drei MOOCs beteiligt:

  •   Zur politischen Ökologie urbaner Mobilität; TU Berlin (Prof. Schwedes), TU Dresden
  •   World = City; TU Berlin (Prof. Stollmann), TU Braunschweig
  •   Communication Acoustics; TU Berlin (Prof. Möller, Prof. Weinzierl, Dr. Ahrens), RWTH Aachen, TU München, TU Dresden

Die Kurse werden auf verschiedenen Plattformen (edX, mooin, Stud.IP) angeboten und sind sehr unterschiedlich in Form, Inhalt und Produktionsweise. Der Vortrag soll einen Eindruck davon geben, wie die Kurse konzipiert sind und welche Herausforderungen sich bei der Produktion ergeben haben. Der MOOC „Communication Acoustics“ ist der, was die Kooperation der verschiedenen Beteiligten angeht, anspruchsvollste und auch umfangreichste. Zudem ist die TU Berlin hier auch Initiator, deshalb soll der Kurs an dieser Stelle detaillierter vorgestellt werden. Weiterhin sollen aus dem Projekt Schlussfolgerungen gezogen werden, wie und mit welchem Aufwand MOOCs an der TU Berlin in Zukunft produziert werden können.

Best Practice: „Collaboration International“ an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Christian Steinert (Brandenburgische Technische Universität Cottbus / E-Learning Team)

Die Grenzen digitaler Lehre in der akademischen Aus- und Weiterbildung sind heute, zu Zeiten von MOOCs, nicht mehr ausschließlich an der eigenen Hochschule festzulegen. An der BTU Cottbus- Senftenberg werden in diesem Zusammenhang seit etwa zwei Jahren, im Rahmen des BMZ geförderten Projektes „ECO-Campus“, unterschiedlichste Digitalisierungskonzepte verfolgt. Ziel ist es hochschulische Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit mit internationalen Partneruniversitäten zu teilen und das Thema besonders auch in den Curricula von Studiengängen zu etablieren welche traditionell Nachhaltigkeitskonzepten wenig Beachtung schenken.

Aufgrund der Vielzahl internationaler Studierender, welche die innerhalb des Projektes neugeschaffene und für die Thematik individualisierte Moodle Instanz nutzen, entsteht ein hohes Maß an Heterogenität. Gleichzeitig unterrichten an jeder Partnerhochschule Lehrende verschiedener Fachrichtungen und kultureller Prägung, so dass die Materialien für das angedachte Flipped Classroom Konzept variabel zur Verfügung gestellt werden müssen.

Das Portfolio an digitalen Werkzeugen innerhalb der Lernplattform ist mannigfaltig, so beinhaltet die Instanz verschiedene Szenarien für synchrone und asynchrone Kommunikation und Kollaboration. Zusätzlich werden verschiedene formative und videobasierte Assessements, Gamificationansätze und unterschiedlichste Videoformate genutzt. Die angewandten Methoden folgen auf der Makroebene (Gesamtheit aller Kurse) Bruner’s Ansatz des Spiralcurriculums und in der Mikroebene (ein Kurs) Kolbs erfahrungsbasiertem Lernzyklus.

Erfahrungen mit dem Aufbau einer E-Learning-Lehrveranstaltung als MOOC in der Wirtschaftsinformatik

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow (Technische Universität Berlin / Institut für Technologie und Management / Fachgebiet IuK-Management)

Die Lehrveranstaltung „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ an der TU Berlin stellt insbesondere für die Studierenden der Wirtschaftsinformatik den Einstieg in das Studium dar. Für die Studierenden ergibt sich die Herausforderung, den Stoff in seiner Breite zu erfassen; gleichzeitig sind viele zum ersten Mal mit dem Prinzip der Vorlesung konfrontiert. Zum Wintersemester 15/16 wurde daher der Kurs neu konzipiert und mit verschiedenen „E-Learning“ Elementen angereichert. Alle Basisinhalte der Vorlesung wurden in 25 Videoeinheiten aufgearbeitet und den Studierenden über die E-Learning Plattform der TU (ISIS) zugänglich gemacht. Dies schuf den Freiraum dafür, sich in der eigentlichen Präsenzvorlesung mit aktuellen Entwicklungen der Wirtschaftsinformatik, Praxisbeispielen und Diskussionen zu beschäftigen und so die Inhalte den Studierenden anschaulicher und interessanter zu vermitteln. Parallel zur Einführung an der TU Berlin wurde der Kurs in einer leicht abgewandelten Form als MOOC über die Plattform iversity angeboten.

Der Vortrag stellt das E-Learning Konzept vor, schildert die Herausforderungen und Erfahrungen während der Produktion der Videoeinheiten und fasst das Feedback der Studierenden zusammen. Die Erfahrungen aus dem ersten Durchlauf sind überwiegend positiv. Neben einem besseren Abschneiden der Studenten, profitiert auch die ergänzende Übung durch ein besseres Vorwissen aufgrund der Videoeinheiten. Insbesondere Studienanfängerinnen und -anfänger scheinen von der Nutzung der Videos zu profitieren, was sich auch in einer Verbesserung der erzielten Noten wiederspiegelt.

 

Motivation zum Lesen mit der Webplattform Perusall.com

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Prof. Dr. Timo Hartmann (Technische Universität Berlin / Institut für Bauingenieurwesen / Civil and Building Systems)

Die Fähigkeit zum schnellen Lernen, aber auch Verlernen, gehört zu einer der wichtigsten Qualifikationen, die wir unseren Studierenden mit auf den Weg geben können, um in der immer dynamischeren Arbeitswelt bestehen zu können. Je schneller sich der wissenschaftliche Fortschritt entwickelt, desto schneller müssen sich Organisationen an die neuesten Erkenntnisse anpassen. Viele der technischen Konzepte, die wir Studierenden heute in unseren Vorlesungen näherbringen, werden schnell überholt sein, vieles schon zum Zeitpunkt, an dem unsere Studierenden ihr Studium erfolgreich abschließen. Die so wichtige Fähigkeit des selbständigen Lernens hängt stark mit der jeweiligen Lesebegabung der Studierenden zusammen. Leider scheint es, als ob Studierende in der heutigen Hochschulwelt immer weniger lesen und sich Texte eigenständig aneignen müssen. Für uns Lehrende ist es auch schwer möglich, Leseaufgaben zu verfolgen und zu steuern, was dazu führt, dass oft andere Lehrmethoden gewählt werden.

Um dieses Problem anzugehen, haben wir in dem Modul „Systemtechnik baulicher Anlagen“ im Bachelor Bauingenieurwesen die Webplattform Perusall.com erfolgreich eingeführt. Perusall.com ist eine Plattform, auf der Studierende Texte online kommentieren und diskutieren können. Dadurch können Leseaufgaben formell zum Teil einer Portfolioprüfung gemacht werden. Natürlich bietet die Plattform nicht nur Möglichkeiten zur extrinsischen Motivation durch eine Benotung des studentischen Leseverhaltens. Durch das Kommentieren und Argumentieren der Texte in einer sozialen Netzwerkumgebung werden die Studierenden auch intrinsisch motiviert, sei es durch das kontroverse Diskutieren von Textpassagen oder durch die Beantwortung von Fragen anderer Kommilitonen.

In der Präsentation am Tag der Lehre werde ich die Plattform Perusall.com kurz vorstellen und erste Erfahrungen der Anwendung in unserem Modul teilen.

Online-Klausuren und -Hausaufgaben am Fachgebiet Energiesysteme

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Lisa Marina Koch und Ellen Heinle (Technische Universität Berlin / Institut für Energietechnik)

Am Fachgebiet Energiesysteme werden bereits seit 10 Jahren sehr erfolgreich Online-Klausuren durchgeführt. Nachdem zunächst mit einer Eigenlösung gearbeitet wurde; führen wir nun seit 2 Jahren Klausuren über ISIS durch. Ein umfangreiches Angebot an Online-Hausaufgaben und -übungen hilft den Studierenden sich optimal auf die Prüfungssituation vorzubereiten.

Bedeuten Online-Prüfungen Zeitersparnis? Wie wird sichergestellt, dass keiner betrügt? Wie stellt man die Aufgaben am besten? Und was sagen überhaupt die Studierenden dazu? Über ihre gesammelten Erfahrungen berichten die betreuenden Mitarbeiterinnen des Fachgebiets Energiesysteme im Rahmen eines kurzen Praxisvortrags.

Tests, Quizze, Prüfungen digital: mehr als nur E-Klausuren

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Prof. Dr. Jörn Loviscach (Fachhochschule Bielefeld / Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik)

So wie mit “E-Learning” meist zu PDF-Dateien gewordene PowerPoint-Folien gemeint sind, so ist “E-Assessment” an vielen Stellen gleichbedeutend mit Multiple-Choice-Tests – und zwar solchen, mit denen die Studentinnen und Studenten eher das strategische Raten üben. Mit einfachen Kniffen lässt sich aber erreichen, dass es auch bei diesen Tests mehr um Wissen, Verstehen und/oder Können geht.

Hat man dies erreicht, stellt sich aber gleich eine nächste Hürde: Zwar ist eines der wenigen empirisch gut belegten Phänomene in der Didaktik, dass zwischenzeitliche (also formative) Tests einen hohen Lerneffekt haben. Allerdings machen sie das Weiterkommen im “Stoff” beschwerlich und verlangen von den Studentinnen und Studenten sich nicht nur mit Aufgaben auseinanderzusetzen, sondern auch damit, dass sie viele der Aufgaben nicht bewältigen (noch nicht, so will man hoffen). Motivation, Durchhalten und die Möglichkeiten der Prüfungsordnung sind hier kritisch.

Klassische Tests sind nur ein erster Schritt zum digitalen Prüfen. So steht zum einen elektronische Unterstützung bereit, etwa zum Bewerten von Essays; zum anderen gestattet der Rechner praxisnähere Prüfungen zum Beispiel mit einem Elektrotechnik-Simulator, in dem Schaltungen zusammenzuklicken und/oder zu testen sind. Prüfungen in einer Virtual-Reality-Umgebung sind vielleicht bald nicht mehr nur ein Thema für Pilotinnen und Piloten. Aber auch die digitale Welt wird zum Prüfungsinhalt, zum Beispiel eigene Webseiten, auf der Studierende ihre Lernfortschritte und Projekte dokumentieren.

Abstimmungstool tweedback in den Grundlagen der Wirtschaftsinformatik

tweedbackTweedback ist ein leicht zu bedienendes, webbasiertes Abstimmungssystem, das an der Universität Rostock entwickelt wurde und im Vergleich zu anderen, ähnlichen Systemen besonders unkompliziert und benutzerfreundlich ist. Am Fachgebiet Informations- und Kommunikationsmanagement setzt Prof. Zarnekow das Tool in der Lehrveranstaltung “Einführung in die Wirtschaftsinformatik” mit ca. 300 Studierenden ein. Dabei gibt es vor allem zwei Szenarien, mit denen er bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Weiterlesen →

eTutorials zum Thema: Wie und wo finde ich was in der Bibliothek?

bib_tutorials3Wer wissen möchte, wie man auf den Internetseiten der Universitätsbibliothek ein Buch im Wissensportal Primo sucht, auf E-Books zugreift oder einen Gruppenraum reserviert, dem stehen seit einiger Zeit dafür eTutorials zur Verfügung. Die kleinen Videosequenzen von zwei bis vier Minuten zeigen auf deutsch und englisch die wichtigsten Schritte zu den einzelnen Fragen. Entstanden sind die Screencasts größtenteils in unserem Mini-Studio mit einem Setting, das wir für diesen Zweck häufig empfehlen: Während auf dem Rechner die Aufnahmesoftware Camtasia läuft und alles filmt, was auf dem Bildschirm passiert, wird der Kommentar mit Hilfe eines guten Mikrofons (in diesem Fall ein Blue Yeti) eingesprochen. Weiterlesen →

Abstimmungstool Socrative in Übungen zu Batterie- und Energiespeichertechnik

batterie_li-ionVor einiger Zeit haben wir über den Einsatz des Abstimmungssystems „kahoot“ am FG Elektrische Energiespeichertechnik in den Lehrveranstaltungen von Prof. Julia Kowal berichtet. Julian Marscheider leitet die Übungen zu den beiden LV „Grundlagen der Batterietechnik“ und „Energiespeichertechnologien“. Angeregt durch die vielen positiven Rückmeldungen der Studierenden, hat er sich entschieden, die kleinen Fragerunden auch dort einzusetzen.

Da kahoot nur Single-Choice-Fragen ermöglicht, hat er sich für den Einsatz von „Socrative“ entschieden, das deutlich mehr Funktionen mitbringt. Dort sind neben Multiple-Choice-Fragen auch freie Kurzantworten möglich. Weiterlesen →

Livestream zur Vorlesung “Grundlagen des Schienenverkehrs”

© FG SFWBB

© FG SFWBB

Im Rahmen der Veranstaltung Grundlagen des Schienenverkehrs am Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb werden als Serviceleistung Module für weitere Studierende angeboten, insbesondere als Modul Infrastruktur I und II für Bauingenieure. Um den notwendigen Campuswechsel der ansonsten meistens am TIB-Gelände studierenden Bauingenieurswesen-Studierenden zu vermeiden, wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb eine Lösung gefunden, die Vorlesung per Streaming zu übertragen. Weiterlesen →