Videoportale: Youtube und Alternativen

Videoportale: YouTube und Alternativen. Detailaufnahme eines mobilen Users.

Audiovisuelle Mediennutzung in Deutschland

Deutsche verbringen durchschnittlich 9 Stunden pro Tag mit audiovisuellen Medien. 90 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung sind der ARD/ZDF-Onlinestudie (2017) zufolge im Internet aktiv. Von diesen 62,4 Millionen Personen sind 50 Millionen täglich online, zu 30 Prozent mindestens wöchentlich auf Videoportalen wie Youtube.

Youtube, ein Gigant: international und mobil

Während die Nutzung von Videoportalen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr zu stagnieren scheint, verzeichnete Youtube (2005) einen Anstieg der weltweit pro Monat aktiven Nutzer_innen: von 2013 bis 2017 wuchs ihre Zahl auf 1.5 Milliarden. Seit 2006 als Tochterfirma von Google Inc. betrieben verweisen Statistiken des Unternehmens darauf, dass inzwischen ein Drittel aller weltweiten Internetnutzer_innen auf Youtube aktiv ist. Von Vorteil für internationale Nutzer_innen sind dort zum Beispiel automatisierte Untertitel sowie die Adaption der Datenvolumen an individuell genutzte Endgeräte.

Audiovisuelle Medien für Mobile Natives

Die Hälfte der Youtube-User greift inzwischen über mobile Endgeräte auf den Dienst des Videoportals zu. Die sogenannten Mobile Natives verlangen deshalb nicht nur nach vielfältigen oder interaktiven Inhalten: Stehen Videoangebote nur als große Datenpakete oder mit invariabler Bildqualität zur Verfügung, so können sie nur eingeschränkt oder nicht empfangen werden.

Urheberrechte auf Youtube

“This video is no longer available …”: Sind die Voraussetzungen zur Nutzung der Content ID erfüllt, können Rechteinhaber_innen über Youtube eine zielsichere Prüfung und bei Verstoß eine Löschung vorhandener Videos verlangen. Diese wird anhand eingereichter Referenzdateien (Audio, Video und Ausschnitte) durchgeführt. Von dieser Sicherung des Urheberrechts sind Aufzeichnungen von Präsentationen und Redebeiträgen auf Konferenzen oder Tagungen grundsätzlich ausgeschlossen. Je nach Bedarf und Zielsetzung eigener Videoproduktion und -distribution lohnt deshalb ein Blick über den Tellerrand des Plattform-Giganten.

Alternativen

Die weltweite Auswahl an Video-Hosting-Anbietern ist groß. Seit 1996 hat sich zum Beispiel in den USA das Internet Archive etabliert, dessen Wayback Machine die Recherche in archivierten Websites ermöglicht. Das Internet Archive versteht sich als eine digitale Bibliothek und stellt seit 2005 über das Moving Image Archive mehr als 4.1 Millionen audiovisuelle Dateien (Stand 3/2018) großteils auch zum Download bereit. Der Upload der Dateien im Internet Archive ist mit der Vergabe einer Creative Commons Lizenz verknüpft.

Open Educational Resources

Auch Open Educational Resources (OER) werden unter Creative Commons (CC) Lizenzen veröffentlicht: Open Educational Resources bezeichnen digital zugängliche Lehr-, Lern- oder Forschungsmaterialien. Auch bekannt unter der Bezeichnung freie Bildungsmedien ermöglichen OER-Lizenzbedingungen die freie Nutzung, Bearbeitung und Verbreitung von Inhalten. Im Rahmen des Verbundprojektes MOOC@TU9 werden an der TU Berlin verstärkt MOOC (Massive Open Online Courses) zum Einsatz in der Hochschullehre entwickelt. MOOC-Angebote unterscheiden sich aufgrund der Lizenzierung von OER. OER-Lizenzen erlauben ausdrücklich die Kopie und Weiterentwicklung von Inhalten, zum Beispiel zur Veröffentlichung neuer Kurse. Eine große Bandbreite an Materialien finden Sie über

Sie beabsichtigen, Inhalte zur Veröffentlichung auf einer Videoplattform, als MOOC oder Open Educational Resource zu erstellen? Bitte beachten Sie den Urheberrechtsleitfaden der TU Berlin (Stand 2016) sowie die Neuerungen des Urheberrechts (ab 01.03.2018).

  • Veröffentlicht in: Video

Ablenkungsfrei schreiben

Eigentlich will ich noch einen neuen Beitrag schreiben. Dann kommt eine Mail rein, ich schaue mal schnell. Hm, meine Kollegin fragt nach einem Termin, ok, das kann ich rasch machen, denn später ist sie weg und es wäre sicher gut, wenn sie gleich Bescheid weiß. Ach, und ich wollte noch einen Teilnehmer vom letzten Blogs-Kurs anrufen. Bei ihm hatte die Installation nicht geklappt. Ist eigentlich unser Admin heute da?

Glücklicherweise enden die meisten meiner Schreibvorhaben nicht mit der Verzettelung in den Arbeitsalltag, aber es kommt gelegentlich vor. Aus zahlreichen Workshops, in denen es meist nur indirekt ums Schreiben ging, weiß ich, dass dieses Problem sehr verbreitet ist. In vielen Situationen kann das Nicht-Schreiben dann schnell demotivierend sein, denn eigentlich könnte man schon viel weiter sein mit der Dissertation, dem Tagungsbeitrag, dem Ausschreibungstext für die Masterarbeit. Weiterlesen →

Neu für alle Lehrenden: Der PORTAL-Generator

Nachdem immer mehr Lehrende schon privat die neuen Möglichkeiten, sich und andere Gegenstände zu teleportieren, nutzen, bietet die TU Berlin nun mit dem PORTAL-Generator allen Mitarbeiter/innen die Möglichkeit Vorlesungen und Seminare “von zu Hause aus” zu halten. Neu eingestellte Kolleg/innen erhalten den Generator, der aussieht wie ein kleiner Laser-Pointer, bereits bei der Einstellung, alle anderen können ihn sich ab dem 04.12.2040 an der Ausgabestelle Digital Learning an der ZEWK abholen.

Funktionsweise

Grundsätzlich funktioniert das System folgendermaßen: Sie tragen ihre Lehrveranstaltung in den Kalender von ISIS5 ein und erhalten automatisch im angegebenen Zeitfenster ein geöffnetes Portal im Hörsaal. Nun können Sie zu Hause ein Portal erzeugen, indem Sie mit dem Generator auf die Wand oder den Boden zielen und den kleinen Power-Knopf drücken. Wenn ein orange leuchtender Kreis erscheint, war die Portalöffnung erfolgreich. Nun können Sie durch das Portal hindurch direkt in den Vorlesungsaal treten. Weiterlesen →

Komplette Formelsammlungen direkt via CyberHood ins Gehirn kopieren

Die Marsbibliothek bietet allen Studierenden die Möglichkeit, sich die fachrelevanten Formeln nun mittels transkranieller Magnetstimulation direkt ins Gehirn kopieren zu lassen. Die Übertragung dauert z.B. für den Studiengang Physik ca. 7 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Die Studierenden tragen dazu ähnlich wie bei der Elektroenzephalografie eine Haube, die mit verschiedenen Magneten bestückt ist und elektrische Felder erzeugen kann. Um Fehlverknüpfungen auszuschließen, werden die zu speichernden Formeln gleichzeitig auf einem Monitor in schneller Abfolge gezeigt, um den Vorgang durch visuelle Reize zu ergänzen. Weiterlesen →

Screencasts selbst erstellen – Ausstattung, Möglichkeiten und praktische Tipps

screencast_erstellenSie möchten gern selbst Bildschirmaufzeichnungen oder Screencasts erstellen, wissen aber nicht genau, wie Sie anfangen sollen? Der Artikel “Screencasts selbst erstellen – Ausstattung, Möglichkeiten und praktische Tipps” zeigt Ihnen, was Sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Bildschirmaufzeichnungen beachten müssen, welches Equipment Sie dafür benötigen, und gibt Ihnen wichtige Tipps für eine gelungene Aufnahme.

Chatsprechstunde in der Bibliothek

ub_chatWer eine Frage an die Universitätsbibliothek der TU Berlin hat, dem stehen viele Kommunikationswege zur Verfügung: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind per Telefon, E-Mail oder persönlich vor Ort an den Informationstheken erreichbar. Seit einem Jahr gibt es mit einem Chat noch eine weitere Möglichkeit dem Team schnell und unkompliziert Fragen zu stellen. Erreichbar ist der Chat von Montag bis Freitag von 10-16 Uhr. Warum sich die UB dafür entschieden hat und wie der Chat von den Studierenden angenommen wird, hat uns der UB-Mitarbeiter Carsten Sellin verraten – natürlich via Chat!
Weiterlesen →

MOOC@TU9 – die Einbindung von Massive Open Online Courses in die universitäre Lehre der TU Berlin

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Peer-Olaf Kalis (Technische Universität Berlin / Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation) und Christoph Hohnerlein (Technische Universität Berlin / Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik)

MOOC@TU9 ist ein Verbundprojekt aller TU9-Universitäten, die sich entschlossen haben gemeinsam Massive Open Online Courses (MOOCs) zu produzieren und bereitzustellen. Ziel des Projekts ist es hochwertige Kurse zu entwickeln, die sowohl den Studierenden an den Universitäten, als auch einer breiten interessierten Öffentlichkeit im In-­ und Ausland zur Verfügung zu stehen. Im Rahmen der ersten Projektphase 2014 konnten mit einem Kurs bereits wertvolle Erfahrungen mit der kooperativen MOOC-Produktion gesammelt werden. Die TU9 bieten ab dem Wintersemester 2016/17 insgesamt fünf MOOCs an. Die TU Berlin ist insgesamt an drei MOOCs beteiligt: Weiterlesen →

Best Practice: „Collaboration International“ an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Christian Steinert (Brandenburgische Technische Universität Cottbus / E-Learning Team)

Die Grenzen digitaler Lehre in der akademischen Aus- und Weiterbildung sind heute, zu Zeiten von MOOCs, nicht mehr ausschließlich an der eigenen Hochschule festzulegen. An der BTU Cottbus- Senftenberg werden in diesem Zusammenhang seit etwa zwei Jahren, im Rahmen des BMZ geförderten Projektes „ECO-Campus“, unterschiedlichste Digitalisierungskonzepte verfolgt. Ziel ist es hochschulische Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit mit internationalen Partneruniversitäten zu teilen und das Thema besonders auch in den Curricula von Studiengängen zu etablieren welche traditionell Nachhaltigkeitskonzepten wenig Beachtung schenken. Weiterlesen →

Erfahrungen mit dem Aufbau einer E-Learning-Lehrveranstaltung als MOOC in der Wirtschaftsinformatik

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow (Technische Universität Berlin / Institut für Technologie und Management / Fachgebiet IuK-Management)

Die Lehrveranstaltung „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ an der TU Berlin stellt insbesondere für die Studierenden der Wirtschaftsinformatik den Einstieg in das Studium dar. Für die Studierenden ergibt sich die Herausforderung, den Stoff in seiner Breite zu erfassen; gleichzeitig sind viele zum ersten Mal mit dem Prinzip der Vorlesung konfrontiert. Zum Wintersemester 15/16 wurde daher der Kurs neu konzipiert und mit verschiedenen „E-Learning“ Elementen angereichert. Alle Basisinhalte der Vorlesung wurden in 25 Videoeinheiten aufgearbeitet und den Studierenden über die E-Learning Plattform der TU (ISIS) zugänglich gemacht. Dies schuf den Freiraum dafür, sich in der eigentlichen Präsenzvorlesung mit aktuellen Entwicklungen der Wirtschaftsinformatik, Praxisbeispielen und Diskussionen zu beschäftigen und so die Inhalte den Studierenden anschaulicher und interessanter zu vermitteln. Parallel zur Einführung an der TU Berlin wurde der Kurs in einer leicht abgewandelten Form als MOOC über die Plattform iversity angeboten. Weiterlesen →

Motivation zum Lesen mit der Webplattform Perusall.com

Vortrag auf dem Tag der Lehre 2016 an der TU Berlin am 05.10.2016 von Prof. Dr. Timo Hartmann (Technische Universität Berlin / Institut für Bauingenieurwesen / Civil and Building Systems)

Die Fähigkeit zum schnellen Lernen, aber auch Verlernen, gehört zu einer der wichtigsten Qualifikationen, die wir unseren Studierenden mit auf den Weg geben können, um in der immer dynamischeren Arbeitswelt bestehen zu können. Je schneller sich der wissenschaftliche Fortschritt entwickelt, desto schneller müssen sich Organisationen an die neuesten Erkenntnisse anpassen. Viele der technischen Konzepte, die wir Studierenden heute in unseren Vorlesungen näherbringen, werden schnell überholt sein, vieles schon zum Zeitpunkt, an dem unsere Studierenden ihr Studium erfolgreich abschließen. Die so wichtige Fähigkeit des selbständigen Lernens hängt stark mit der jeweiligen Lesebegabung der Studierenden zusammen. Leider scheint es, als ob Studierende in der heutigen Hochschulwelt immer weniger lesen und sich Texte eigenständig aneignen müssen. Für uns Lehrende ist es auch schwer möglich, Leseaufgaben zu verfolgen und zu steuern, was dazu führt, dass oft andere Lehrmethoden gewählt werden. Weiterlesen →