Vorlesungsaufzeichnung: Folien aufnehmen mit dem Framegrabber

Epiphan

Möchte man Veranstaltungen aufzeichnen und auch die gezeigten Folien in einer guten Qualität “mitschneiden”, so ist es günstig, diese direkt aufzuzeichnen und nicht mit ins Videobild aufzunehmen. Wir haben in den vergangenen Monaten versucht, dafür eine autarke Lösung zu finden, die nicht abhängig ist vom Dozentenlaptop.

Für die Aufzeichnung heißt das: ein/e Dozent/in kann mit seinem/ihrem Laptop in einem beliebigen Raum eine Veranstaltung halten. Wir greifen dabei das Signal ab, das der Dozentenlaptop an den Beamer sendet, indem wir das angeschlossene VGA-Kabel mit Hilfe eines VGA-Splitters aufteilen. Ein Ausgang führt dann weiter zum Beamer, so dass das Bild dort angezeigt wird wie gehabt. Der andere Ausgang führt direkt zu einem angeschlossenen DVI-zu-USB3-Grabber, der das ankommende Signal umwandelt und an unserem Aufnahmelaptop als Kamera erkannt wird. Dieses Kamerasignal kann dann mit unterschiedlichen Programmen aufgezeichnet werden. Wir benutzen dafür Geräte der kanadischen Firma Epiphan:

Epiphan

Unsere Erfahrungen mit dem System sind gemischt.

Vorteile:

  •  Unabhängigkeit vom gezeigten Material: egal, ob der Vortragende Folien zeigt, Videos abspielt oder eine spezielle Software erklärt, der Grabber nimmt alles Gezeigte mit auf.
  • Die Aufnahmequalität liegt weit über der von per Video abgefilmten Folien, da Lichteinflüsse, Verzerrungen durch den Aufnahmewinkel etc. keinen Einfluss auf das Ergebnis haben.

Nachteile:

  • Gelegentlich traten bislang unerklärliche Offsets zwischen dem Videobild und den gegrabbten Folien auf, so dass die Videospur nachher länger war als die Bildaufzeichnung und nachträglich eine aufwändige Synchronisierung erforderlich wurde.
  • Die “Kamera” wird nicht zuverlässig vom System erkannt. In ca. 10% aller Fälle hatte unser Laptop Probleme mit dem Erkennen der angeschlossenen Hardware, so dass das System neu gestartet werden musste, was in zeitkritischen Situationen recht unangenehm sein kann.
  • Die Software des Grabbers erlaubt keine eigene Einstellung der Aufnahmeauflösung, d.h. es wird immer die Auflösung der Quelle benutzt. Vor allem wenn diese sehr hoch ist, entstehen schnell unnötig große Dateien, die im Nachhinein wieder verkleinert werden müssen.

Wenn Sie selbst mit dem Gedanken spielen sich eine derartige Technik anzuschaffen, dann melden Sie sich bei uns. Wir helfen Ihnen gern mit unseren bisherigen Erfahrungen bei der Entscheidungsfindung.

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