Vorlesungsaufzeichnung mit Framegrabber

Schema des Aufbaus von Technik für Vorlesungsaufzeichnungen mit Framegrabber

Wenn Sie Vorlesungsaufzeichnungen mit Framegrabber anfertigen, dann lassen sich die gezeigten Folien in einer guten Qualität “mitschneiden”. Unser Erfahrungsbericht verdeutlicht, warum dieses Tool außerdem empfehlenswert ist und welche Nachteile es gibt.

Das Setting: DVI-zu-USB3-Grabber

Damit die Aufzeichnungen von Veranstaltungen in hoher Qualität gelingt, sollte man Folien nicht in der weiten Einstellung in Filmbild aufnehmen, sondern separat aufzeichnen. Wir haben deshalb in den vergangenen Monaten versucht, dafür eine autarke Lösung zu finden, die folglich unabhängig vom Dozentenlaptop ist.

Das heißt, dass ein/e Dozent/in kann mit seinem/ihrem Laptop in einem beliebigen Raum eine Veranstaltung halten und diese aufzeichnen kann. Wir greifen dort das Signal ab, das der Dozentenlaptop an den Beamer sendet, indem wir das angeschlossene VGA-Kabel mit Hilfe eines VGA-Splitters aufteilen.

Erstens führt ein Ausgang dann weiter zum Beamer, so dass das Bild dort angezeigt wird wie gehabt. Zweitens führt ein anderer Ausgang direkt zu einem angeschlossenen DVI-zu-USB3-Grabber. Dieser wandelt das ankommende Signal um, sodass unser Aufnahmelaptop es als Kamerasignal erkennt. Die Aufzeichnung dieses Kamerasignals erfolgt letztlich je nach individueller Bevorzugung mit unterschiedlichen Programmen. Wir benutzen dafür Geräte der kanadischen Firma Epiphan:

Epiphan

Fazit unserer Vorlesungsaufzeichnungen mit Framegrabber

Unsere Erfahrungen mit dem System sind gemischt.

Vorteile des Framegrabber:

  •  Unabhängigkeit vom gezeigten Material: egal, ob der Vortragende Folien zeigt, Videos abspielt oder eine spezielle Software erklärt, der Grabber nimmt alles Gezeigte mit auf.
  • Die Aufnahmequalität liegt weit über jener von durch Filmaufnahmen aufgezeichneten Folien. Denn Lichteinflüsse sowie Verzerrungen durch den Aufnahmewinkel uvm. haben keinen Einfluss auf das Ergebnis der Aufzeichnung der Lehrveranstaltung.

Nachteile des Framegrabber:

  • Gelegentlich traten bislang unerklärliche Offsets zwischen dem Videobild und den gegrabbten Folien auf, so dass die Videospur nachher länger war als die Bildaufzeichnung. Eine aufwändige Lösung dieses Problem stellte die nachträgliche Synchronisierung dar.
  • Das System erkennt die “Kamera” nicht zuverlässig. In ca. 10% aller Fälle hatte unser Laptop Probleme mit dem Erkennen der angeschlossenen Hardware. Dies ist lösbar durch einen Neustart des Systems, was jedoch in zeitkritischen Situationen recht unangenehm sein kann.
  • Die Software des Grabbers erlaubt keine eigene Einstellung der Aufnahmeauflösung, d.h. die Auflösung der Quelle setzt den Maßstab. Vor allem wenn diese Auflösung sehr hoch ist, entstehen schnell unnötig große Dateien, die im Nachhinein wieder verkleinert werden müssen.

Wenn Sie selbst mit dem Gedanken spielen sich eine derartige Technik anzuschaffen und Vorlesungsaufzeichnungen mit Framegrabber zu erstellen, dann melden Sie sich bei uns. Wir helfen Ihnen gern mit unseren bisherigen Erfahrungen bei der Entscheidungsfindung.

[überarb. 10/2018, online-Redaktion]