Ein „Hack“ bezeichnet eine ungewöhnliche, kreative, durch Herumtüfteln gefundene Problemlösung. Genau damit haben sich rund 1000 Beteiligte aus der deutschen Hochschulcommunity letzte Woche intensiv an zwei Tagen – einem Marathon gleich – beschäftigt.

Gegenstand des „Hackathons“ war das digitale Sommersemester 2020, das Hochschulen vor diverse ungeahnte Herausforderungen stellt und sie im Zeitraffer neue Erfahrungen sammeln lässt. Längst läuft nicht alles rund und diverse Problemstellungen tun sich immer wieder auf.

Die Organisatoren dieser digitalen Veranstaltung – das Hochschulforum Digitalisierung, der DAAD und der KI-Campus – haben im Vorfeld von zahlreichen Hochschulen insgesamt 81 solcher Problemstellungen eingesammelt und sie als „Challenges“ in 15 Themenclustern gebündelt.

Dabei ging es nicht nur um Online-Lehre im engeren Sinne, sondern auch darum wie zum Beispiel Studienberatung und Campusleben digital gelingen kann und wie sich praktische Studienanteile im digitalen Raum umsetzen lassen.

Die „Hackathon“-Ergebnisse in ihrer ganzen Vielfalt (kurze Filme, Poster, Präsentationen, interaktive Anwendungen, programmierte Apps) präsentieren die Teams auf der Projektarchivseite: https://semesterhack.incom.org/projects  – wobei die Übersicht eine komfortable Filteroption nach Themenclustern und Schlüsselwörtern anbietet, was zum Stöbern und gezieltem Informieren einlädt.

Dort findet man unter anderem auch ein Projekt zur Frage “Wie können ad hoc-Maßnahmen aus der Corona-Krise nachhaltig verankert werden?”. Im Ergebnis wurde eine Roadmap entwickelt, die die verschiedenen universitären Stakeholder einbezieht, Workshopformate vorsieht und Leitfragen anbietet. Das Projektteam will außerdem noch eine Handreichung für diesen schwierigen Prozess, der nun vor vielen Hochschulen liegt, erarbeiten.

Unter den Projekten ist außerdem ein Vorschlag für eine Online-Orientierungswoche für internationale Studierende und die Grundzüge einer App, die das Problem lösen soll, wie sich Studierende auch bei räumlicher Distanz gegenseitig unterstützen und funktionierende Lerngruppen bilden können. Insgesamt zeigen die gesammelten Ideen wie die Corona-Krise neue Perspektiven und Innovation auch im Hochschulsektor befördert und darüber hinaus ist es ein positives Signal, dass die Hochschulcommunity mit so einem Format gemeinsam nach Lösungen und Strategien zur Digitalisierung sucht. So kann es weitergehen!